Der Große Krieg

Im Jahre 2335 jährte sich der terranisch-vasudanische Krieg zum 14. Mal. Die Galaktische Terranische Allianz (GTA) und die Parlamentarische Vasudanische Flotte (PVF) waren ausgelaugt und demoralisiert. Sie standen beide kurz vor dem endgültigen Zusammenbruch.

Kurz nach der fehlgeschlagegen GTA-Operation Thresher im Antares System gegen die PVN brach der Kontakt zu allen terranischen Einheiten in den Systemen Ross 128 und Ikeya ab. Zuerst versuchte die GTA die Existenz einer weiteren intelligenten Rasse zu leugnen. Leutnant Alexander McCarthy desertierte zusammen mit einigen Mitgliedern des Kommandostabes der GTD Intrepid und versuchte den Vasudanern einen Waffenprototypen zu übergeben, von dem er annahm das er nützlich im Kampf gegen diese neue und feindselige Rasse sei. McCarthy wurde zusammen mit dem vasudanischen Kontaktteam während der Waffenübergabe gefangen genommen.

Nach der Zerstörung der GTSC Plato war die GTA jedoch gezwungen die Bevölkerung über die Invasion einer fremdartigen Rasse zu unterrichten. Diese Rasse wurde fortan SHIVANER genannt. Aufgrund ihrer extrem fortschrittlichen Waffen- und Schildtechnologie konnten die Shivaner ungestört selbst die grössten terranischen und vasudanischen Installationen erfolgreich angreifen. Keine Waffe im terranischen bzw vasudanischen Arsenal war anfang in der Lage die Schutzschilde der shivanischen Jäger und Bomber zu durchschlagen. Während der folgenden Wochen verloren sowohl die GTA als auch die PVN mehrere Zerstörer, Kreuzer und Grenzsysteme. Diese schweren Verluste führten schliesslich zu einem Waffenstillstand zwischen GTA und PVE.

Der Geheimdienst führte einige wichtige Missionen zur Erlangung shivanischer Technologie durch. Dabei zeichneten sich vor allem die Staffeln der GTD Galatea aus. Einige der Teams hatten Erfolg, andere wurden in Hinterhalte gelockt und vernichtet. Schliesslich gelang es die Schildtechnologie zu erbeuten und eigene Schutzschilde herzustellen. Mit der „Avenger„ entwickelte die GTA / PVN auch ihre erste schildbrechende Waffe.

Ein Teil der Vasudaner rebellierte gegen diesen Waffenstillstand. Diese Vasudaner beriefen sich auf uralte Licht-Prophezeiungen und nannten sich fortan Hammer of Light. Sie sahen in den Shivanern die göttlichen Zerstörer und Erlöser, gegen die man auf keinen Fall kämpfen dürfe. In der Folgezeit kämpfte der Lichthammer für die Ziele der Shivaner gegen GTA und PVN. Der Lichthammer eroberte schnell das Altair-System und die dortigen Schiffswerften. Damit verfügten die Fanatiker über genügend Produktionskapazität um einen langen Guerilla-Krieg gegen die GTA / PVN zu führen.

Nachdem die GTA - PVN Allianz erste Erfolge im Kampf gegen Lichthammer und Shivaner verzeichnen konnte, ging sie dazu über shivanische Schiffe zu kapern. Das Ziel war es mehr über diesen mysteriösen und sehr mächtigen Feind herauszufinden. Einer Spezialeinheit, gestartet von der GTD Galatea, gelang es schliesslich die SC Taranis, einen Kreuzer der Cain-Klasse, zu kapern. Das Schiff wurde anschliessend ins Ribos System geschleppt. Kurz darauf warpte ein gigantischer shivanischer Zerstörer in das System und zerstörte alle alliierten Schiffe und Anlagen, darunter auch die Station Tombaugh, die bis zu diesem Zeitpunkt als uneinnehmbare Festung angesehen wurde. Dieser Superzerstörer wurde Lucifer genannt. Im Arsenal der GTA und PVN befand sich zu diesem Zeitpunkt keine Waffe, die in der Lage war die starke Panzerung der Lucifer zu durchdringen. Ausserdem war die SD Lucifer mit einem Schutzschild versehen, das praktisch unerschöpflich und damit unzerstörbar war. Die Bewaffnung der Lucifer umfasste neben zahlreichen Geschütztürmen auch zwei Flux-Kanonen, später allgemein „Strahlkanonen“ genannt. Diese Waffe konnte jedes bekannte Ziel mit wenigen Treffern vernichten. Der überstürzte und verlustreiche Rückzug aus dem Ribos-System leitete die Schlacht um Vasuda ein.

Um die Shivaner am weiteren Vormarsch zu hindern versammelte sich die terranische Flotte im Antares System, die vasudanische Flotte dagegen im Vega System. Lichthammer-Streitkräfte dezimierten in einem massiven Überraschungsangriff die PVN-Flotte, die sich daraufhin nach Deneb und Vasuda zurückziehen musste. Die Shivaner liessen Antares links liegen und stiessen ins praktisch ungeschützte Deneb System vor. Ausgehend von der falschen Annahme das die Shivaner einen Zangenangriff auf Vasuda planten, schickte die GTA die berühmte GTD Galatea nach Deneb. Dem Galatea-Kampfverband gelang es auch zunächst einen shivanischen Jäger der Dragon-Klasse zu kapern, ein shivanisches Reparaturdepot zu zerstören und in einem schweren Kampf die SD Eva zu vernichten. Doch der Superzerstörer Lucifer griff in den Kampf ein, vernichtete die GTD Galatea und dezimierte deren Kampfgruppe. Der berühmte Admiral Wolf, Kommandant der GTD Galatea, fiel in der Schlacht. Der Weg nach Vasuda war für die Shivaner frei.

Die SD Lucifer und ihre Eskorte warpte nach Vasuda und bombardierte den Planeten 13 Stunden lang auf dem Orbit. Alle grösseren Städte wurden ausgelöscht, alle terranischen und vasudanischen Kriegsschiffe im System vernichtet und die meisten zivilen Transportschiffe zerstört. Insgesamt kamen bei dem Angriff mehr als 4 Milliarden Vasudaner ums Leben.

Der einzige alliierte Erfolg war die Sicherung der Beta-Aquilae-Kommunikationsstation nach der Zerstörung der lokalen Basis durch die SD Lucifer. Diese Com-Station fing kurz darauf eine Nachricht aus dem Altair-System auf. Einige vasudanische Wissenschaftler hatten ihren Aussenposten kurz vor dessen Zerstörung verlassen konnen. Sie waren auf Altair IV gestandet. Dort entdeckten sie mehr oder weniger zufällig die Ruinen einer längst ausgestorbenen Rasse. Diese Rasse war vor mehr als 8.000 Jahren von den Shivaner vernichtet worden. Dennoch war es dieser Rasse gelungen die Schwachstelle der Shivaner zu lokalisieren. Dieses Wissen lagerte in einem uralten Depot und wurde mit Hilfe der GTSC Rosetta entschlüsselt. Die GTD Bastion, verstärkt durch die überlebenden Piloten der GTD Galatea, eskortierte die Rosetta und zwei Transporter durch das Altair-System in den alliierten Raum. Admiralin Shima führte die alliierten Streitkräfte durch geschickten Einsatz der Jäger- und Bomberstaffeln zum Sieg. Dabei wurde erstmal die Harbinger-Bombe gegen einen Lichthammer-Zerstörer eingesetzt. Diese mächtige Waffe war ursprünglich zur Zerstörung planetarer Ziele entwickelt worden. Nun wurde sie zum Einsatz gegen Zerstörer umgerüstet und zusammen mit dem Ursa-Bomber eingesetzt.

Laut der Daten aus dem Depot der Uralten, so der Name der ausgestorbenen Rasse, funktionierten die Schilde der SD Lucifer im Subraum nicht. Mittels einer neuen Technologie gelang es der Allianz Raumschiffe auch im Subraum zu orten bzw dorthin zu verfolgen. Möglich wurde dies durch die Entwicklung kleiner Subraumantriebe, die auch in Jägern und Bombern eingesetzt werden konnten. Die GTD Bastion erhielt den Befehl die SD Lucifer zu verfolgen und zu vernichten.

Im Sirius-System konnte die Bastion nur knapp einem shivanischen Hinterhalt entkommen. Schwer beschädigt war das Schiff nicht in der Lage die Lucifer einzuholen. Der Superzerstörer hatte inzwischen den Delta-Serpentis - Sol Sprungknoten erreicht und warpte nach Sol um die Erde wie Vasuda Prime zu verwüsten. Mehrere Staffeln terranischer und vasudanischer Jäger und Bomber folgte der Lucifer in den Subraum. Die Jäger waren für die enge Deckung der Ursa-Bomber zuständig, die mit Harbinger-Bomben die fünf Reaktoren der Lucifer zerstören sollten. Simulationen hatten gezeigt, das die Zerstörung aller fünf Reaktoren kurz hintereinander eine fatale Kettenreaktion auslösen würde, die die Lucifer zerstören würde. Dies war die letzte Chance um die Shivaner an einem totalen Sieg zu hindern. Niemand weiss genau was im Subraum passiert ist. Den zur Veröffentlichung freigegebenen Funkprotokollen zufolge gelang es der alliierten Einsatzgruppe tatsächlich die SD Lucifer zu zerstören. Es spricht alles dafür, das die Lucifer tatsächlich vernichtet wurde. Der überzeugendste Hinweis ist der Zusammenbruch des Delta-Serpentis - Sol Sprungknotens. Ein Kataklysmus dieser Grössenordnung kann nur durch eine gigantische Explosion hervorgerufen werden.

Die Hades-Rebellion

Nachdem die SD Lucifer zerstört war, verloren die restlichen shivanischen Flotteneinheiten auf einen Schlag die Fähigkeit zu strategischer Planung und gegenseitiger taktischer Unterstützung. Einige Teile der shivanischen Flotte verschwanden spurlos, andere wurden von alliierten Flotten aufgerieben. Ende 2335 war der Grosse Krieg zuende. Jedoch war eine Rückkehr zur Erde ausgeschlossen. Die Destabilisierung des Delta Serpentis - Sol Subraumknotens durch die Explosion der SD Lucifer im Subraum hatte das Sol System vollständig von den Kolonien abgeschnitten.

Kurz nach der Zerstörung der SD Lucifer und des Zusammenbruchs des Delta-Serpentis - Sol Sprungknotens wurden zahlreiche Piloten auf die GTD Krios versetzt. Darunter befand sich auch der junge Pilot Aken Bosch, der vorher unter Admiral Po auf der GTD Intrepid gedient hatte. Die Krios war der Flaggschiff des Galaktisch-Terranischen Nachrichtendienstes, kurz GTN genannt. Kommandant der Krios war Admiral Scott. Der GTN führte mehrere Operationen durch, die natürlich geheim bleiben mussten. Bei einer dieser Operationen kam es zu einem folgenschweren Zwischenfalls, als GTN-Jäger die GTSC Einstein zerstörten und kurz darauf von neuartigen Jägern angegriffen wurden. Wie sich herausstellte, gehörten diese neuartigen Jäger ebenfalls zum GTN. Die GTSC Einstein war unter dem Befehl von Ezra Tycho für planetare Forschungsstudien im Ross 128 System eingesetzt worden. Allerdings hatte das Schiff in Wahrheit an einem verdeckten Forschungsprogramm des GTN gearbeitet. Höchste Ränge des GTN hatten Zugang zu diesem Programm und waren in die illegalen Machenschaften des GTN verwickelt. Obwohl viele Daten während der Folgeoperationen vernichtet wurden, muss davon ausgegangen werden, das der GTN (bzw Teile des GTN) schon vor dem shivanischen Angriff auf Ross 128 von der shivanischen Bedrohung wussten.

Ziel dieses Programms war es die shivanische Kommunikationstechnologie zu erforschen, biologische Experimente an Shivaner durchzuführen, eine Anti-Shivan Biowaffe herzustellen und einen neuen Superzerstörer zu erschaffen. Endziel der verräterischen GTN-Zellen war ein Putsch um die Macht in der GTA an sich zu reissen. Die Verräter zerstörten schliesslich die GTD Krios und ermordeten Admiral Scott um die Aufdeckung ihrer Pläne zu verhindern. Dennoch gelang es Spezialeinheiten von der GTD Soyakaze das GTN-HQ zu lokalisieren. In der finalen Schlacht wurden sowohl die GTN-Basis Jotunheim als auch der neue und glücklicherweise nur teilweise fertiggestellte Superzerstörer Hades vernichtet. Der harte Kern der Verräter fiel in dieser Schlacht und damit endete auch diese Rebellion.

Operation Templar

Die Ideologie des Lichthammers wandelte sich nach der Zerstörung der SD Lucifer. Hatten diese Fanatiker die Shivaner vorher für die kosmischen Zerstörer und Erlöser gehalten, geriet ihre Organisation jetzt ins Chaos. Der militärische Arm der Organisation wurde zu einer reinen Terrorbande, die versuchte die PVN-Führungsspitze zu eleminieren.

In einem grossangelegten Schlag gelang es dem Lichthammer den gesamten PVN-Admiralstab zu entführen. In der Folgezeit wurden jedoch die Lichthammer-Schiffe und Basen von alliierten Flotten lokalisiert und vernichtet. Die Geiseln und vor allem Grossadmiral Khu konnten von alliierten Spezialeinheiten befreit werden. Nachdem die letzten Lichthammer-Fanatiker erkannt hatten, das sie verloren waren, begingen sie kollektiven Selbstmord. Das Altair-System wurde von vasudanischen Flotten zurückerobert und die berühmten Altair-Werften wieder von der PVN in Besitz genommen.

Etliche Lichthammer-Gelehrte wurden nach und nach aufgespürt und für ihre Rolle bei der Rebellion zu langen Haftstrafen verurteilt. Einige wenige Lichthammer-Gelehrte sind jedoch entkommen. Sie leben jetzt zurückgezogen und einsam am Rande des besiedelten Weltraumes und studieren weiterhin die alten Lichtprophezeiungen. Sie versuchen zu ergründen wieso die Shivaner von den Terranern besiegt werden konnten. Die Allianz sieht in diesen wenigen Gelehrten keine Bedrohung mehr.

Zeitleiste (nicht offiziell bestätigt)

Cookies helfen bei der Bereitstellung von Inhalten. Durch die Nutzung dieser Seiten erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies auf Ihrem Rechner gespeichert werden. Weitere Information
 
der_grosse_krieg.txt · Zuletzt geändert: 04.03.2012 20:48 von g-man
 
Recent changes RSS feed Creative Commons License Donate Powered by PHP Valid XHTML 1.0 Valid CSS Driven by DokuWiki Datenschutzerklärung